Zum Inhalt springen

Libanonreise 2026

  • von

Libanonreise / 2026

Gemeinsam schenken wir Hoffnung.
Gemeinsam machen wir einen Unterschied.

Begleiten Sie unsere Reise durch den Libanon: Wir berichten über die Verteilung von Hilfsmitteln, Treffen mit lokalen Partnern und persönliche Begegnungen unterwegs.

Unsere Reise · neueste Beiträge zuerst

Unsere Reise. Begegnung für Begegnung.

Wenn der Müll liegen bleibt

Auf unserer Reise begegnen uns Müllhaufen zwischen Wohnhäusern, Verpackungsreste auf Straßen und Abfälle neben Sammelcontainern. Unsere Bilder zeigen, wie nah dieses Problem am Alltag der Menschen liegt.

Die Ursachen reichen weit zurück. Jahrelange politische Misswirtschaft, Korruption und Vetternwirtschaft haben die Müllkrise verschärft. Transparency International beschreibt, wie enge Verbindungen zwischen Entsorgungsunternehmen und politischen Führungspersonen sowie Bestechung das System geprägt haben. Für transparente Vergaben und wirksame Kontrolle tragen Regierung und Verwaltung Verantwortung. Wirtschafts- und Energiekrisen sowie Kriege belasten die Entsorgung zusätzlich. Wenn Treibstoff, Ausrüstung und finanzielle Mittel fehlen, wird auch eine regelmäßige Müllabfuhr schwierig. UNDP-Hintergrundbericht

Die Folgen tragen die Menschen vor Ort. Sie brauchen eine verlässliche Abholung und Entsorgung, damit Abfälle nicht auf Straßen und in der Natur liegen bleiben. Saubere Wohnviertel gehören genauso zur Grundversorgung wie Strom und Wasser.

Libanon

Die Messe von Tripoli – eine unvollendete Zukunft

Von Beirut über Batroun sind wir in Tripoli angekommen. Heute besuchen wir die Internationale Messe Rachid Karami, die Oscar Niemeyer ab 1962 entwarf. Sie sollte Handel, Kultur und Menschen zusammenbringen und dem Norden neue Perspektiven eröffnen.

Doch 1975 stoppte der Bürgerkrieg die Bauarbeiten. Die Anlage blieb unvollendet; militärische Nutzung und jahrzehntelange Vernachlässigung hinterließen Spuren. UNESCO

Unsere Bilder zeigen den monumentalen Betonbogen, das Freilichttheater, die Kuppel des Experimentaltheaters und den Libanon-Pavillon mit seinen Spitzbögen. Besonders im unfertigen Theaterinnenraum wird sichtbar, wie weit die ursprüngliche Idee von ihrer Verwirklichung entfernt blieb.

Seit 2023 gehört das Gelände zum UNESCO-Welterbe und zugleich zum gefährdeten Welterbe. Ein bedeutender Ort, dessen Erhaltung Tripoli ein Stück seiner Zukunft zurückgeben könnte. UNESCO-Welterbestätte

Tripoli · Libanon

Libanons Lebenskunst – ein Abend in Batroun

In Batroun entdecken wir alte Steinhäuser mit hölzernen Fensterläden, blühende Balkone und liebevoll gestaltete Innenhöfe. Davor gedeckte Tische, dahinter der kleine Hafen und das Mittelmeer. Im Abendlicht bekommen die Fassaden einen warmen Ton, während die Sonne langsam im Meer versinkt.

An solchen Orten versteht man, was mit Savoir-vivre gemeint ist: Lebenskunst. Die Freude daran, Gäste willkommen zu heißen, gemeinsam zu essen und sich Zeit füreinander zu nehmen. Hier wird sichtbar, wie viel der Libanon Reisenden bieten kann: schöne Küstenorte, erhaltene Architektur und eine lebendige Kultur des Genießens.

Diese Schönheit braucht Frieden. Menschen sollen ihre Häuser erhalten, ihre Geschäfte führen und Gäste empfangen können – ohne Angst vor Krieg und Bombardierungen. Der Libanon verdient die Chance, das zu zeigen, was wir hier erleben: ein Land mit Geschichte, Gastfreundschaft und großer Lebensfreude.

Batroun · Libanon

Christliches Leben im Libanon

Kirchen, Marienstatuen und christliche Symbole gehören im Libanon zum Alltag. Unsere Fotos zeigen einen Kircheninnenraum mit steinernem Gewölbe und Ikonen, eine Kirchenfassade im warmen Sonnenlicht, eine Marienstatue zwischen Wohnhäusern und Geschäften sowie ein bereits weihnachtlich dekoriertes Schaufenster.

Das Christentum ist ein bedeutender Teil der religiösen und kulturellen Vielfalt des Landes. Nach Schätzungen des Pew Research Center waren 2020 rund 27,9 Prozent der Einwohner christlich — etwa 1,6 Millionen Menschen. Muslime machten 67,8 Prozent aus, ungefähr 3,9 Millionen Menschen. Andere Religionen, darunter die drusische Glaubensgemeinschaft, kamen auf 4,3 Prozent beziehungsweise etwa 245.000 Menschen.

Insgesamt erkennt der Libanon 18 Religionsgemeinschaften staatlich an. Auch unser früheres Foto von Moschee und Kirche nebeneinander zeigt, wie unterschiedliche religiöse Traditionen das Stadtbild prägen.

Die Zahlen beziehen sich auf 2020 und wurden 2025 veröffentlicht. Sie umfassen die gesamte Wohnbevölkerung einschließlich Zugewanderter und Geflüchteter; die Personenzahlen sind Näherungswerte aus gerundeten Schätzungen. Die letzte offizielle Volkszählung fand 1932 statt. Quellen: Pew Research Center (S. 11), Methodik, Australisches Außenministerium.

Libanon

Zwischen Diesel und Sonnenenergie

Hier ist Strom keine Selbstverständlichkeit. Dieselgeneratoren halten den Alltag am Laufen, wenn auf das öffentliche Netz kein Verlass ist. In unserem Video ist das ständige Dröhnen der Motoren zu hören. Abgase und Lärm werden Teil des Alltags – eine Erinnerung daran, was eine brüchige Infrastruktur für die Menschen bedeutet.

Über den Generatoren und den parkenden Autos bilden Solarmodule ein Dach. Parkplätze, die früher in der Sonne lagen, stehen heute in ihrem Schatten. Dieselbe Fläche kann Schutz bieten und Sonnenenergie für die Stromversorgung nutzbar machen.

Die Generatoren sind weiterhin da. Doch die Module darüber weisen in eine andere Richtung: weniger Abhängigkeit vom Diesel und ein leiserer Alltag. Diese Bilder bleiben bei uns, weil sie die Belastung der Menschen und die konkreten Schritte zur Veränderung zugleich zeigen.

Beirut · Libanon

Beirut – zwischen Meer, Erinnerung und Hoffnung

Heute führt uns unser Weg an die Corniche. Das Mittelmeer liegt ruhig vor uns. An der Ufermauer halten Angler ihre Ruten über die Wellen. Das Meer schenkt dieser Stadt Raum zum Durchatmen, bringt Menschen zusammen und bietet Nahrung.

An der Promenade entdecken wir ein Schild für solare Straßenbeleuchtung: finanziert von der deutschen Bundesregierung über die KfW, umgesetzt durch UNOPS. Ein konkreter Schritt, der Wege nach Hause erleichtern und öffentliche Orte auch am Abend nutzbar machen kann.

Dann begegnen wir den sichtbaren Spuren der Hafenexplosion: beschädigte Gebäude, dunkle Fensteröffnungen, Container als Provisorien. Wir werden still. Hinter diesen Mauern liegen Geschichten von Menschen, ihrer Arbeit und ihrem Alltag.

Die Angler am Meer, das Versprechen von Licht und die offenen Wunden der Explosion – alles gehört zu Beirut. Wir spüren, wie viel noch zu tun ist. Und warum es sich lohnt, dranzubleiben, auch wenn Hilfe nur Stück für Stück möglich ist.

Beirut · Libanon

Hoffnung über den Dächern von Beirut

Heute reicht unser Blick über Beirut bis hinaus aufs Meer. Über dem Wasser regnen sich noch dunkle Wolken ab. Dazwischen öffnet sich der Himmel, und Licht fällt auf den Horizont. Die Wolken ziehen weiter, dem Libanongebirge und der Bekaa-Ebene entgegen. Links liegt der Flughafen, direkt am Meer – dort, wo unsere Reise begonnen hat.

Aus der Ferne wirkt die Stadt für einen Moment ruhig. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt zwischen den Häusern auch die Spuren eines Alltags, den Krieg und Krisen schwer gemacht haben. Stromleitungen hängen in dichten, unübersichtlichen Bündeln über den Straßen. Sie lassen erahnen, wie viel die Menschen improvisieren müssen, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen.

Und dann fällt der Blick auf die Dächer: Zwischen Wassertanks und Antennen stehen Solarpaneele, der Sonne entgegen. Menschen nehmen ihre Versorgung selbst in die Hand. Sie schaffen sich ein Stück Unabhängigkeit – damit abends Licht brennt, ein Telefon geladen werden kann und der Alltag ein wenig verlässlicher wird.

Wir bleiben eine Weile stehen und schauen über diese Stadt. Die Schönheit des Meeres, die sichtbaren Brüche, die Solarpaneele auf den Dächern: Alles liegt so nah beieinander.

Dieser Blick bleibt bei uns. Vor allem wegen der Menschen, die hier jeden Tag Wege finden, weiterzumachen.

Beirut · Libanon

Wenn der Regen auf einmal kommt

Über den Bergen des Libanon sammeln sich dichte Wolken. Am Abend kommt dann viel Regen auf einmal herunter: Der Schauer prasselt auf die Straße, die Lichter spiegeln sich im Wasser.

Ein kurzer Eindruck vom heutigen Abend, festgehalten in diesem Video.

Libanon

Produktmontage mit Trennschleifer, Betonsäge, Diamant-Trennscheibe, Sägekette, Schutzhandschuhen und Schutzbrille.

Bergungsausrüstung für das Libanesische Rote Kreuz

Wir bereiten eine Lieferung von Bergungsausrüstung an das Libanesische Rote Kreuz in Tripoli vor. Die Geräte sollen Rettungskräften helfen, nach Gebäudeeinstürzen im gebirgigen Norden des Libanon zu verschütteten Menschen vorzudringen. Mahmoud berichtet, dass Gebäude an steilen Hängen gefährdet sind und starke Regenfälle die Gefahr erhöhen können.

Vorgesehen sind ein Trennschleifer, zwei Betonsägen, zwei Diamant-Trennscheiben, zwei Diamant-Sägeketten, zehn Schutzhandschuhe und fünf Schutzbrillen. Die Übergabe wird vorbereitet.

Tripoli · Nordlibanon

Zwei Männer neben einem Fahrzeug des Libanesischen Roten Kreuzes vor einem Gebäude.

Treffen mit dem Libanesischen Roten Kreuz

Eine der ersten Begegnungen auf dieser Reise: ein Treffen mit Fadi Lesidon vom Libanesischen Roten Kreuz. Die Zusammenarbeit mit Menschen, die die Bedürfnisse vor Ort kennen, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Hilfe.

Sobald die Beteiligten die Gesprächsnotizen und mögliche nächste Schritte bestätigt haben, ergänzen wir sie hier.

Libanon

Alle laufen für ein Miteinander

„United We Run“: Das Motto auf dem bunten Herz am Yachthafen passt zu unserem Gedanken eines Miteinanders. Friedenszeichen in vielen Farben prägen diesen Eindruck vom heutigen Morgen.

Dazu entdecken wir den Revolver mit verknotetem Lauf – das bekannte Motiv vor den Vereinten Nationen in New York, hier im Kleinformat. Das AUNOHR-Schild am Sockel verweist auf Gewaltfreiheit und Menschenrechte.

Libanon

Fängt gut an: ein Abend bei ELMIR

An unserem ersten Abend sind wir bei der Eröffnung der Craft-Beer-Brauerei ELMIR zu Gast. Bei einer individuellen Führung und einem Tasting lernen wir die Brauerei näher kennen.

Ein entspannter Auftakt unserer Reise – mit Einblicken in lokales Handwerk und einem gemeinsamen Abend.

ELMIR Craft Beer · Libanon

Impressionen aus dem Libanon

Am Nachmittag sammeln wir Eindrücke im Libanon: farbenfrohe Wandbilder und der Blick auf eine Moschee neben einer Kirche. Kleine Beobachtungen von unterwegs, die wir in dieser Galerie festhalten.

Am Abend geht es dann zur Eröffnung der Brauerei ELMIR.

Libanon

Nächtlicher Blick vom Hotel auf einen Yachthafen.

Erste Eindrücke im Libanon

Ein Moment zum Ankommen, bevor die nächsten Tage beginnen. Vom Hotel aus richten wir den Blick auf das Programm: Treffen mit lokalen Partnern, die Vorbereitung der geplanten Aktivitäten und Zeit für die Menschen hinter jedem Projekt.

In den nächsten Beiträgen begleiten wir die Reise – Begegnung für Begegnung.

Libanon

Blick aus dem Flugzeug auf das nächtliche Beirut, im Vordergrund ein Teil der Tragfläche.

Ankunft in Beirut

Beirut taucht unter uns auf – und mit der Stadt die Menschen und Orte, für die wir uns einsetzen. Mahmoud Chatah, Vorsitzender von Power for People in Lebanon, und weitere Vereinsmitglieder reisen in den Libanon, um lokale Partner zu treffen und praktische Unterstützung für Familien vorzubereiten.

In diesem Reisetagebuch teilen wir Fotos, Begegnungen und bestätigte Neuigkeiten von unterwegs.

Beirut · Libanon

Was vor uns liegt

Praktische Hilfe. Gemeinsames Engagement.

Solarlicht für Familien

Weitere Solarlampenverteilungen mit Sanabel Nour und Besuche bei Familien sind geplant.

Unterstützung für Helfer vor Ort

Die Übergabe benötigter Ausrüstung an das Libanesische Rote Kreuz in Tripoli wird vorbereitet.

Zeit zum Zuhören

Gespräche mit lokalen Partnern und persönliche Begegnungen helfen uns, die nächsten Schritte unserer Arbeit zu gestalten.

Diese Vorhaben beruhen auf dem Planungstreffen vom 11. Oktober 2026. Für die Gruppenreise war der Zeitraum vom 2. bis 9. November 2026 vorgesehen. Termine, Teilnahme und Übergaben werden noch abgestimmt.

Gestalten Sie das nächste Kapitel mit.

Ihre Unterstützung macht unsere Arbeit möglich. Danke, dass Sie an der Seite der Menschen im Libanon stehen.

Power for People in Lebanon e.V. · Reisetagebuch 2026 · Wird laufend ergänzt.